
Atemroutinen vor einem entscheidenden Putt
Ein entscheidender Putt wird nicht auf die gleiche Weise vorbereitet wie jeder andere.
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Die Distanz kann kurz sein, die Linie klar und die Bewegung bestens vertraut. Trotzdem verändert der Druck die Sekunden vor dem Schlag. Der Griff kann sich leicht verspannen, der Blick zu früh zum Loch wandern und die Atmung schneller oder flacher werden, ohne dass es wirklich auffällt. Es sind kleine Veränderungen, die den Rhythmus einer Vorbereitung beeinflussen können, die unter normalen Bedingungen automatisch abläuft.
Deshalb lohnt es sich, der Atmung vor einem wichtigen Putt Aufmerksamkeit zu schenken. Sie kann einen festen Platz in der Vorbereitung bekommen und dabei helfen, eine vertraute Abfolge beizubehalten. Es geht dabei weder darum, ein bestimmtes Ergebnis zu garantieren, noch darum, jede körperliche Reaktion kontrollieren zu wollen. Die Atmung wird vielmehr zu einem einfachen Bestandteil einer bereits bekannten Routine.
Was sich unter Druck verändert
Beim Putten unter Wettkampfdruck können sich verschiedene körperliche und psychologische Reaktionen verändern. Untersuchungen mit erfahrenen Golfern zeigen unter anderem einen Anstieg von Angst, Anstrengung und Herzfrequenz. Auch die Ausführung des Putts kann dadurch beeinflusst werden.
Die Atmung ist ein Teil dieser körperlichen Reaktion. Eine bewusste Atempause kann deshalb dabei helfen, vor dem Schlag kurz zur vertrauten Vorbereitung zurückzukehren. Atemübungen werden mit einer Verringerung von Angst und Stress in Verbindung gebracht, wobei die wissenschaftliche Evidenz je nach Methode und Untersuchung unterschiedlich ausfällt.
Für den Putt bedeutet das vor allem eines: Die Atmung sollte nicht zu einer zusätzlichen Aufgabe werden. Sie soll die Vorbereitung vereinfachen, nicht komplizierter machen.
Eine Atempause vor der Ansprechposition
Eine Möglichkeit besteht darin, vor dem Einnehmen der Ansprechposition einen bewussten Atemzug zu nehmen. Dabei muss keine komplizierte Technik angewendet werden. Entscheidend ist, den Atem kurz wahrzunehmen und anschließend mit der gewohnten Vorbereitung fortzufahren.
Das kann beispielsweise nach der letzten Blickrichtung zum Loch geschehen. Ein ruhiger Atemzug schafft einen klaren Übergang zwischen dem Lesen des Putts und der eigentlichen Ausführung. Danach folgt die bekannte Abfolge: Position einnehmen, Griff kontrollieren, Blick ausrichten und den Schlag ausführen.
Der Atemzug ist dabei kein Signal dafür, dass der Putt gelingen wird. Er markiert vielmehr den Moment, in dem die Vorbereitung abgeschlossen und der Schlag ausgeführt wird.
Eine vertraute Abfolge beibehalten
Gerade unter Druck kann die Versuchung entstehen, die eigene Vorbereitung zu verändern. Der Blick wandert häufiger zwischen Ball und Loch hin und her, der Griff wird erneut kontrolliert oder die Position verändert sich mehrfach.
Eine stabile Pre-Shot-Routine kann dabei helfen, solche zusätzlichen Entscheidungen zu begrenzen. Untersuchungen mit erfahrenen Golfern zeigen, dass sie ihre Pre-Shot-Routinen unter verschiedenen Bedingungen besonders konsistent ausführen.
Die Atmung kann in diese Abfolge integriert werden, ohne sie neu aufzubauen. Ein Atemzug, eine kurze Pause und anschließend der bekannte Bewegungsablauf reichen aus. Je vertrauter diese Sequenz ist, desto weniger Aufmerksamkeit muss während eines entscheidenden Moments auf einzelne Schritte verwendet werden.
Was unmittelbar vor dem Schlag hilft
Kurz vor dem Putt sollte die Vorbereitung möglichst übersichtlich bleiben. Die Linie ist gelesen, die Geschwindigkeit eingeschätzt und die Position am Ball gefunden. Danach kann ein ruhiger Atemzug den Übergang zur Ausführung markieren.
Wichtig ist dabei, die Konzentration nicht auf die Frage zu richten, ob der Ball ins Loch gehen wird. Der Fokus liegt auf dem Ablauf, den man bereits kennt.
Auch die Probeschwünge gehören dazu. Sie können Informationen über das gewünschte Tempo und die Bewegung liefern. Untersuchungen zum Golfputting zeigen, dass die Geschwindigkeit eines Probeschlags die Geschwindigkeit des anschließenden tatsächlichen Putts beeinflussen kann.
Deshalb sollte die Vorbereitung nicht unnötig verlängert werden. Wenn die Entscheidung getroffen ist, folgt der Schlag.
Es braucht kein kompliziertes Atemmuster
Für das Putten gibt es keinen wissenschaftlich belegten Atemrhythmus, der eine bestimmte Trefferquote garantiert. Ein festes Schema mit genau vorgegebenen Sekunden für Ein- und Ausatmung lässt sich daher nicht als allgemeine Lösung empfehlen.
Einfacher ist es, einen ruhigen Atemzug in die eigene Routine einzubauen und dabei einen natürlichen Rhythmus beizubehalten. Manche Spieler bevorzugen eine kurze Pause nach dem Ausatmen, andere konzentrieren sich lediglich darauf, nicht unbewusst den Atem anzuhalten.
Entscheidend ist, dass die Atmung nicht selbst zur Quelle von Anspannung wird. Wenn das Zählen von Sekunden oder die Kontrolle jedes Atemzugs die Aufmerksamkeit vom Putt ablenkt, verliert die Übung ihren praktischen Nutzen.
Die Routine wird trainiert, bevor sie gebraucht wird
Eine Routine funktioniert unter Druck nicht automatisch, nur weil sie theoretisch bekannt ist. Sie muss vorher wiederholt werden.
Das gilt auch für die Atmung. Wer erst beim entscheidenden Putt versucht, einen neuen Ablauf einzuführen, muss gleichzeitig über Technik, Timing und Konzentration nachdenken. Im Training lässt sich dagegen beobachten, welche Form der Vorbereitung sich natürlich anfühlt.
Eine einfache Möglichkeit besteht darin, bei einigen Putts bewusst dieselbe Reihenfolge einzuhalten: Linie lesen, Probeschwung, Atemzug, Position einnehmen und Schlag ausführen. Nach mehreren Wiederholungen wird daraus eine vertraute Abfolge.
Die Atmung in die Vorbereitung integrieren
Auf einem Golfplatz können sich die Bedingungen von Loch zu Loch verändern. Wind, Temperatur, Licht und die Geschwindigkeit der Grüns beeinflussen die Wahrnehmung und die Vorbereitung. Gerade auf einem Küstenplatz wie Alcanada gehört die Umgebung sichtbar zum Spiel.
Eine feste Routine kann dabei einen konstanten Bestandteil schaffen. Die äußeren Bedingungen verändern sich, die eigene Vorbereitung bleibt möglichst gleich.
Die Atmung ist dabei ein kleiner Teil des gesamten Ablaufs. Sie ersetzt weder Technik noch Grünlesen und nimmt dem Spieler auch nicht die Entscheidung über Linie oder Geschwindigkeit ab. Ihr Wert liegt darin, einen kurzen Moment der Ruhe zwischen Vorbereitung und Ausführung zu schaffen.

Die Routine ins Training übertragen
Die beste Gelegenheit, eine solche Routine zu entwickeln, ist das Training. Auf dem Übungsgrün lässt sich ausprobieren, an welcher Stelle der Atemzug am besten in die persönliche Vorbereitung passt und ob er tatsächlich dazu beiträgt, den Ablauf klarer zu halten.
Auch die Golf Academy von Alcanada bietet den passenden Rahmen, um technische Aspekte des Spiels mit einer strukturierten Vorbereitung zu verbinden. Im Übungsbereich steht zudem Toptracer zur Verfügung, sodass verschiedene Trainingssituationen gezielt wiederholt und analysiert werden können.
Der entscheidende Punkt bleibt einfach: Die Routine sollte sich vertraut anfühlen, bevor sie unter Druck eingesetzt wird. Ein ruhiger Atemzug vor dem Putt kann dabei helfen, den eigenen Ablauf wiederzufinden und den Schlag so auszuführen, wie er im Training vorbereitet wurde.
Das Handicap bietet einen ersten Anhaltspunkt dafür, von welchem Abschlag du spielen kannst, bestimmt aber allein noch nicht, welche Wahl am besten zu deinem Spiel passt.
Ein enger Abschlag verändert die Art und Weise, wie Sie den ersten Schlag eines Lochs planen.
Eine Golfrunde kann erfahrene Spieler, regelmäßige Golfer und Menschen zusammenbringen, die den Sport noch lernen.
